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...aus der Schmöllner Stadtgeschichte


Im Jahre 1066 wird Schmölln als "abbatia zmulna" erstmals urkundlich erwähnt. Einer der Chronisten führte diesen Namen auf das sorbische "smola" zurück, was soviel wie Teer oder Pech bedeutet und auf das Pechsieden aus Kiefernholz in Schmöllns grauer Zeit hinweist.

Wenig später schon hatte der Ort im sogenannten "Pleißengau" beachtliche Bedeutung. Bruno, der "Graf in Pleißen", ließ auf dem Pfefferberg im Jahre 1127 das erste Kloster auf dem Territorium des späteren Herzogtums Sachsen-Altenburg bauen. Dieses Kloster wurde jedoch bald nach Naumburg / Saale umgewandelt. Sie ist als Schulpforta heute noch weithin bekannt.

Unter den Vögten von Gera, Weida und Plauen – als "die Reußen" bekannt – erhielt Schmölln zwischen 1324 – 1329 das Stadtrecht. In jener Zeit, Gebäude und Ländereien des ehemaligen Klosters waren an Heinrich Reuß von Plauen übergegangen, entstanden in Schmölln ein feudales Schloss, eine trutzige Wasserburg und – den Pflichten einer mittelalterlichen Stadt Rechnung tragend – eine bis zu 8 Meter hohe, die gesamte Stadt umschließende Stadtmauer. Die Reste dieser Befestigungsanlage kann man noch heute am Eichberg bewundern. Liebevoll restauriert, legt sie Zeugnis ab von der langen Geschichte der Sprottestadt.

Ein Schreckensdatum in der Geschichte der Stadt Schmölln ist der 19. Oktober 1772. in nicht einmal 12 Stunden zerstörte ein verheerender Brand die gesamte Innenstadt sowie einzelne Randstadtteile.

Um 1900 entwickelte sich Schmölln zum Zentrum der Knopfindustrie und eroberte sich einen der ersten Plätze auf dem Weltmarkt.

Die Knopfindustrie brachte damals für die Stadt einen phänomenalen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Einwohnerzahl stieg von 1860 – 1900 von ehemals 4.200 rasch an: Schmölln wurde 1900 mit 10.691 registrierten Einwohnern zur zweitgrößten Stadt des Herzogtums Sachsen-Altenburg. 1.500 Menschen waren in Knopffabriken tätig. Darüber hinaus nähten Frauen und viele Kinder in Heimarbeit Knöpfe auf Kartons oder "putzten" Knöpfe. Auf diese Weise fand etwa ein Drittel der Stadtbevölkerung in der Knopfindustrie Lohn und Brot. Die Tradition fühlt sich die Stadt bis heute verpflichtet. Wenn sich auch in den Jahrzehnten unseres Jahrhunderts Technologien, Rohstoffe und in der Folge auch die Knöpfe, immer wieder dem Markt folgend, veränderten, in Schmölln werden bis zum heutigen Tage Knöpfe produziert.

Quelle: www.schmoelln.de

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